Zwangsstörungen

Zwangshandlungen - Zwangsgedanken

Harmlose Formen von Zwängen sind uns meist allen bekannt. Wir entwickeln bestimmte Angewohnheiten oder Ritualhandlungen die uns in bestimmten Situationen beruhigen oder Sicherheit bieten. Sie kommen im Leben immer wieder mal vor und können auch sinnvolle Reaktionen auf bestimmte Notwendigkeiten im Alltag darstellen. Der Übergang, d.h. die Grenzen, von harmlosen zu krankhaften Zwängen, ist oft fliessend. Oft sind diese Zwänge enorm zeitraubend und die Betroffenen vermeiden aus Scham darüber zu sprechen.

Wenn krankhafte Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen auftreten, können sich die Betroffenen willentlich nur schwer, oder gar nicht dagegen wehren. Es besteht für den Betroffenen ein innerer Drang, bestimmte Dinge zu denken und/oder zu tun. Sie erleben diese meist als völlig übertrieben und sinnlos. Gleichzeitig fürchten sie sich vor Kontrollverlust. Sie müssen alles in der Hand haben um sich sicher zu fühlen! Der meist wiederholte Versuch sich ihnen zu widersetzen führt zu immenser Anspannung, Intensität und damit verbundener Angstdynamik. Die Angst vor der Angst hindert Sie dabei ihr zwanghaftes Verhalten zu unterlassen.


Zwangshandlungen

(Handlungen, die zwanghaft gegen, oder ohne den Willen der betroffenen Person ausgeführt werden müssen)

Beispiele:

  • Ordnungszwang
  • Kontrollzwang
  • Wasch- und Putzzwang
  • Schliesszwang
  • Zählzwang
  • Sammelzwang
  • Berührungszwang
  • Wiederholungszwang
  • Nägelkauen


Zwangsgedanken

(inhaltliche Denkstörungen wie Gedankenkreisen/Gedankenarmut sowie angstvolle Ideen, Gedanken und Überzeugungen)

Beispiele:

  • Zwangsideen
  • Grübelzwang
  • Wiederholungen
  • Zweifel


Zwangserkrankungen können mittels Hypnose erfolgreich behandelt werden. Die möglichen Ursachen von Zwangsstörungen sind dem Betroffenen meist nicht bewusst, da sie in den tiefen Ebenen des Unterbewusstseins verborgen liegen. Mit der Hypnoanalyse können diese aufgedeckt, verarbeitet und gelöst werden.


Hinweis: Zwangsstörungen bedürfen immer einer ausführlichen Diagnostik, da weitere Störungsbilder oder Erkrankungen differenziert werden sollen. Bei psychiatrischen Diagnosen und bei ungeklärten medizinischen Diagnosen werde ich  von einer Hypnosetherapie absehen.

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